Regelübertretungen im Straßenverkehr

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Jeder Autofahrer und jede Autofahrerin kennt die wichtigsten Regeln der Straßenverkehrsordnung, kurz Stvo. Dennoch kennt fast jeder auch die Situation, aus Eile oder Unachtsamkeit ein Verbot oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung übertreten zu haben. Welche Folgen hat das, bleibt es bei einem Bußgeld oder droht ein Führerscheinentzug? Muss ich das einfach so hinnehmen oder kann ich dem auch widersprechen?

 

Die häufigsten „Vergehen“ im Straßenverkehr

 

Ganz oben auf der Liste der häufigsten Verkehrssünden stehen Geschwindigkeitsüberschreitungen und das Überfahren roter Ampeln. Kaum jemand, der regelmäßig mit dem Auto fährt, ist so etwas noch nicht passiert. Weitere Übertretungen sind Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, Verstöße gegen Park- und Haltevorschriften oder Vorgaben zur Ausstattung des Fahrzeugs mit intakten und dem Wetter angepassten Reifen, Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste sowie einem Ersatzreifen. Im Bußgeldkatalog ist auch festgelegt, was Sie bei Beleidigung, Verstöße gegen Umweltzonen oder das Handyverbot am Steuer erwartet.

 

 

Wer zu schnell fährt, muss bezahlen

 

Vielleicht haben auch Sie schon einmal ein 60-Schild übersehen oder waren sind in Eile mal eben mit 45 km/h durch eine 30-Zone gerauscht.

Wenn es dann plötzlich rot aufleuchtet, wird es teuer – oder es droht sogar ein Fahrverbot.

Dabei wird unterschieden, ob Sie innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften unterwegs sind und wie weit die erlaubte Geschwindigkeit überschritten wurde. So zahlen Sie für bis zu 10 km/h mehr laut dem aktuellen Bußgeldkatalog € 10,- außerhalb geschlossener Ortschaften, innerhalb schon € 15,-.

Richtig teuer wird es ab einer Überschreitung von mehr als 20 km/h: außerorts € 70,-, innerorts € 80,-. Zusätzlich wird Ihrem Punktekonto Flensburg ein Punkt in gutgeschrieben. Ist Ihre Geschwindigkeit um mehr als 26 km/h überhöht oder werden Sie zweimal innerhalb eines Jahres mit einer stark überhöhten Geschwindigkeit gemessen, droht außerdem ein Fahrverbot von einem Monat bis drei Monaten.

 

 

Rote Ampeln – empfindliche Strafen

 

Wer beim Überfahren einer roten Ampel erwischt wird, wird viel Geld los – im besten Fall. Der Einstiegspreis liegt bei € 90,- und einem Punkt in Flensburg. Liegt zusätzlich eine Gefährdung oder eine Sachbeschädigung vor, wird es deutlich teurer. Besonders hart geahndet wird der Verstoß, wenn nach dem Umschalten der Ampel auf Rot mehr als eine Sekunde vergangen ist. Sofortiges Fahrverbot von mindestens einem Monat, Geldstrafe sowie je nach Gefährdungslage auch die Androhung einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren sind die Folge.

 

 

Alkohol und Drogen

 

Alkohol und Drogen beeinträchtigen die Fähigkeit, Verkehrssituationen richtig einzuschätzen, in hohem Maße. So wird es auch niemanden überraschen, dass diese Übertretungen immer mit Fahrverbot und Geldstrafen ab € 500,- geahndet werden, häufig auch mit Freiheitsentzug. Wer mit mehr als 0,5 Promille am Steuer eines Fahrzeugs angetroffen wird, verliert seinen Führerschein für einen Monat, bei Wiederholung länger. Werden dabei er selbst oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder wird ein Promillewert von mehr als 1,9 nachgewiesen, kommt es zu einem Führerscheinentzug auf Dauer. Dann hilft nur noch die MPU. Mehr dazu in unserem Artikel: Führerschein weg – was nun?

 

 

Fehlerhafte Bußgeldbescheide

 

Flattert ein Brief mit der Mitteilung einer Verkehrswidrigkeit ins Haus, muss das nicht immer bedeuten, dass Sie sofort zahlen müssen. Sie können Widerspruch einlegen, wenn Sie der Meinung sind, zu Unrecht beschuldigt oder mit einer zu hohen Strafe belegt zu werden. Wann sich dies lohnt und welche Schritte Sie gehen sollten, können Sie auf der Seite https://www.bussgeldkatalog.org nachlesen.

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